Dach-Foren 2017

Dach-Forum 2So viele Mitglieder wie noch nie besuchten in diesem Jahr die mittlerweile schon 13. Auflage der Dach-Foren an den sechs Veranstaltungsorten Kassel, Bad Lippspringe, Hamm, Gelsenkirchen, Hagen und Mettmann und nutzten dabei die Gelegenheit, mit „ihrer“ Genossenschaft auf Tuchfühlung zu gehen. Neben interessanten Fachvorträgen bietet sich dort eben auch die Möglichkeit für Mitglieder und Mitarbeiter der DEG Dach-Fassade-Holz eG, in den Dialog zu treten und sich etwas abseits des Alltags persönlich auszutauschen.


Dach-Forum4Vorstandsmitglied Jörg Lecke begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und blickte auf einen konstanten Konjunkturverlauf im gesamten Verkaufsgebiet zurück. Der sich weiterhin sehr positiv entwickelnde Produktbereich „Holz“ hat nicht zuletzt dafür gesorgt, dass für das Geschäftsjahr 2016 ein Rekordumsatz präsentiert werden konnte. Um auch weiterhin die stetig steigenden Anforderung des Marktes an Service und fachliche Beratung erfüllen zu können, bekräftigte Jörg Lecke den eingeschlagenen Kurs der DEG, in erster Linie in Fachpersonal und moderne Standorte zu investieren. Abschließend lud er die Mitglieder noch zur diesjährigen Generalversammlung am 28. April im Kurhaus Bad Hamm ein und erinnerte an den 20. Mai, an dem die DEG Dach-Fassade-Holz eG in diesem Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum feiert.


Dach-ForumAuch Vorstandskollege Andreas Hauf ließ das Jahr 2016 Revue passieren und konstatierte dabei, dass die Werte der Genossenschaft aktueller sind denn je. In unruhigen Zeiten setzt die DEG ein Zeichen für Kontinuität im Dachhandwerk. Nach einer kurzen Verlaufsanalyse des abgelaufenen Geschäftsjahres und dem ausdrücklichen Dank an Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter, ohne deren Einsatz das außerordentliche Ergebnis nicht möglich gewesen wäre, warf Andreas Hauf erneut einen kritischen Blick auf den § 133 Insolvenzordnung, der vor dem Hintergrund des Themas Insolvenzanfechtung nicht nur für die DEG von Bedeutung ist, sondern auch für jeden Handwerksbetrieb von hoher Relevanz seien kann.


Die Programmfolge sah neben den von den Vorständen Jörg Lecke und Andreas Hauf präsentierten Aktualitäten aus der Genossenschaft folgende Themen vor:


•    Vermögensnachfolgeplanung – Dr. Günther Winkels
•    Ausgewählte neue Anforderungen an Dächer mit Abdichtungen nach den aktuellen Flachdachrichtlinien (Ausgabe 12/2016) – Jürgen Gerbens
•    Bloß nicht vor Gericht! – Prof. Jürgen Ulrich


Antworten auf die Frage, wie sich Vermögen klug auf die nächste Generation übertragen lässt, lieferte Rechtsanwalt Dr. Günter Winkels vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband. Wer soll meinen Betrieb einmal übernehmen? Wer erhält mein Vermögen? Fällt bei der Übergabe Erbschaftssteuer an? Passt die gesetzliche Regelung oder schreibe ich ein Testament? „Mit vielen dieser Fragen beschäftigen sich Unternehmer viel zu spät oder gar nicht. Planen sie frühzeitig ihre Vermögensnachfolge“, appellierte Günther Winkels an die Dachhandwerker, die für eine sorgfältige Planung benötigte Zeit nicht zu unterschätzen.


Dach-Forum6Welche neuen Anforderungen die aktuelle Flachdachrichtlinie (Ausgabe 12/2016) an Dächer mit Abdichtungen stellt, thematisierte Dachdeckermeister Jürgen Gerbens in seinem Vortrag. Der Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung des westfälischen Dachhandwerks ging dabei auf die relevanten Änderungen im Bereich der zu verwendenden Werkstoffe und des erforderlichen Gefälles detailliert ein. Darüber hinaus gab Jürgen Gerbens hilfreiche Tips in Bezug auf die korrekte Wahl des Dämmstoffes, sowie die geänderten Ansprüche an Abdichtungsbahnen und wies die Zuhörer außerdem darauf hin, dass es sich bei der neuen Flachdachrichtlinie um anerkannte Regeln der Technik handelt, die den Soll-Zustand zukünftiger Abdichtungsarbeiten darstellen.

Dach-Forum5Dass ein ehemaliger Vorsitzender Richter eines Landgerichtes als Titel für seinen Vortrag „Bloß nicht vor Gericht!“ wählt, mag auf den ersten Blick verwunderlich wirken. Professor Jürgen Ulrich sensibilisierte die Zuhörer anhand zahlreicher Beispiele und amüsanter Anekdoten für die Tricks der Auftraggeber, wie offene Vereinbarungen und Baustellenprotokolle oder diffuse Bauleiter- und Architekten-Vollmachten. Darüber hinaus gab Prof. Ulrich den Unternehmern wertvolle Hinweise in Bezug auf die verschiedenen Bauphasen und die damit verbundenen Pflichten des Unternehmers. „Ich rate Ihnen die Absprachen schriftlich festzuhalten. Ganz nach dem Motto `Wer schreibt, der bleibt´“, unterstrich er z.B. die enorme Wichtigkeit der Vertragsphase. Ferner verdeutlichte Prof. Ulrich, wie klare und eindeutig formulierte Preisabsprachen, korrekt durchgeführte Abnahmen und die Berücksichtigung der Liefer- und Leistungskette den Unternehmer vor bösen Überraschungen schützen können.